Definition
Entgegen der weit verbreiteten Meinung sind „Hochbaumschulen“ nicht nur Betriebe,
die ausschließlich Alleebäume kultivieren, sondern Baumschulen, die ein mehr oder
weniger breites Sortiment an Ziergehölzen aller Art bis zur endgültigen Verkaufsgröße
heranziehen. Hierzu zählt der Anbau im Freiland oder auf andere Art von Obst, Rosen,
Ziergehölzen, Heckenpflanzen, Schlingpflanzen, Alleebäumen, Nadelgehölzen, Bodendeckenden
Pflanzen und Grün für die freie Landschaft.
Die Hauptaufgabe des Erzeugerringes für Hochbaumschulpflanzen Bayern e.V. (EHB) besteht
in der nachhaltigen Förderung einer markt- und umweltgerechten Produktion durch praxisorientierte Beratung
seiner Mitglieder. Diese sind in der Regel Baumschulen in Bayern, die zusammen derzeit
eine Fläche von rund 500 ha bewirtschaften. Abgesehen von einer Betriebskonzentration
im Forchheimer Land (nördlich von Erlangen) befinden sich die Baumschulen in Bayern
in einer Streulage, fernab der großen europäischen Anbaugebiete. Die Palette der
betreuten Betriebe reicht vom klassischen, leistungsfähigen „Gemischtwarenladen“
bis hin zu Hochspezialisierten Baumschulen, die gezielt entweder nur noch einen Markt
bedient oder ein Spezialsortiment führt, das über unterschiedlichste Absatzkanäle
vertrieben wird. Einige Unternehmen haben häufig einen beratungsstarken Endverkaufsbetrieb
(z.B. GartenBaumschulen) angegliedert, der durch eine breite Palette an Dienstleistungen
ergänzt wird.
Neben klassischen Beratungsschwerpunkten im Bereich der Produktionstechnik (Pflanzenschutz,
Düngung, Bewässerung, Sortenfragen und Kulturtechnik) wurden in der Vergangenheit
auch konkrete Hilfestellungen im Endverkauf sowie bei technischen Neuerungen im EDV-
und Kommunikationsbereich wie Warenwirtschaftssysteme, Mobilfunk, Internet, digitale
Bildverarbeitung, BKS, SKS, SAN, GBF, EAN usw. angeboten. Darüber hinaus versteht sich der Ring als Schnittstelle
zwischen Produzenten, Forschungseinrichtungen, Presse, staatlichen Stellen
sowie Zulieferfirmen.